"Fakt ist!"-Sendung nach der Amokfahrt in Leipzig: OPK schildert psychotherapeutische Hilfe für Betroffene

Foto: OPK
In der Sendung “Fakt ist!” des MDR wurde die Tat des Amokfahrers aus verschiedenen Perspektiven beleuchtet. Leipziger kamen zu Wort - ob Augenzeuge der Tat oder nicht -, der Einsatzleiter der Feuerwehr, die Chefredakteurin der Leipziger Volkszeitung, ein Kriminologe und für die OPK sprach Vizepräsidentin Dr. Sabine Ahrens-Eipper über die psychotherapeutische Hilfe für Betroffene. Alle Gesprächspartner waren sich darin einig, dabei helfen zu wollen, dass solche Ereignisse für die Menschen einordbar sein müssen: Was ist passiert und warum ist es passiert?
Aus dem Publikum der Sendung waren auch Stimmen der Opfer des Weihnachtsmarktanschlages in Magdeburg von 2024 zu hören. Die aktuellen Ereignisse würden große Verunsicherung und erneute Ängste der Betroffenen schüren. "Wir dürfen die Angst nicht gewinnen lassen. Sie darf nicht handlungsleitend werden”, insistiert Ahrens-Eipper. Auch Kriminologe Manuel Heinemann plädiert für eine Prävention, die einen psychosozialen Blick auf Menschen hat, die Hilfe brauchen. “Dies braucht gute, wohnortnahe, ambulante psychotherapeutische Versorgungsangebote”, sagt Ahrens-Eipper. Gegenwärtig sei die Politik aber dabei, einen Kahlschlag in der ambulanten Versorgung vorzubereiten.
In der Sendung wurden immer wieder Hotline-Nummern eingeblendet, an die sich Menschen in psychischer Not nach der Amokfahrt wenden können. Es wird weiterhin psychotherapeutische Hilfe für alle Betroffenen geben.
Hilfe für Betroffene:
Hotline der Kassenärztlichen Vereinigung Sachsen: 0341 23493-1330
SER-Traumaambulanz, Universitätsklinikum Leipzig: 0341 9718 858
