Kammerversammlung tagte in Chemnitz

Grafik: rawpixel.com/magnific
Vorstand entlastet, Wirtschaftsplan 2027 beschlossen
In der Herbstversammlung nimmt die Beratung über die Kammerfinanzen einen besonderen Platz ein. Es geht um den vorliegenden Rechenschaftsbericht und den Jahresabschluss. Anschließend wird über die künftige Planung der Erträge und Aufwendungen beraten.
Alle anwesenden Kammerversammlungsmitglieder stimmten für eine Annahme des Jahresabschlusses. Sodann wurde der Kammervorstand einstimmig entlastet.
Im Zuge der Wirtschaftsplanung werden alle eingehenden Erträge auch im kommenden Jahr wieder vollständig in Kammeraufgaben einfließen. Mögliche Überhänge sollen aus den Rücklagen kompensiert werden.
Ab dem 01.01.2027 tritt die neue Beitragsordnung in Kraft. Mit ihr gibt es neue Beitragsklassen. Eine genauere Ausrichtung des Kammerbeitrages an individuellen Einkünften ist damit möglich. Angesichts dieser Umstellung war eine genaue Planung der Kammererträge schwierig, sodass die Planung sehr vorsichtig ausfiel.
Politische Aktivitäten und Fachthemen
Im Fokus des Vorstandsberichts standen besonders die Aktivitäten rund um das Beitragssatzstabilisierungsgesetz. Der gesamte Kammervorstand nahm weiterhin zahlreiche Termine wahr: Gespräche auf ministerialer Ebene, mit Vorständen der Kassenärztlichen Vereinigungen sowie mit Bundes- und Landtagsabgeordneten.
Weitere wichtige Themenfelder waren die psychotherapeutische Versorgung, die Psychosoziale Notfallversorgung, die Arbeit verschiedener kammerinterner Arbeitsgruppen und die Umsetzung der Weiterbildung in den Bundesländern. Ebenso wurde über anstehende Fachveranstaltungen der Kammer sowie über die Verbindung von psychischer Gesundheit und Klimawandel diskutiert.
Aufgrund des Rücktritts eines Kammerversammlungsmitglieds im Juni dieses Jahres war ein Sitz im KJP-Ausschuss vakant. Auf diesen wurde einstimmig Sabine Schober aus Mecklenburg-Vorpommern gewählt.
Abschließend berichteten die SprecherInnen des PiA Ost-Teams über ihre Aktivitäten und stellten sich den interessierten Fragen der Kammerversammlung.

Ausschuss für Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie: Anja Thate, Nils Fladerer, Cornelia Metge, Torsten Gutsche, Sabine Schober (v.l.n.r.)
Foto: OPK

Die PiA-SprecherInnen zu Gast bei der Kammerversammlung
Dr. Ernst Peter Richter, Jana Lausch, Dr. Gregor Peikert (Präsident), Lars Niebusch, Dr. Sabine Ahrens-Eipper (Vizepräsidentin) (v.l.n.r.)
Foto: OPK
Anpassungen der Berufsordnung beschlossen
Die Musterberufsordnung wurde 2025 geändert. Die beschlossenen Änderungen und deren Übernahme in die Berufsordnung OPK wurden seither ausführlich in den Gremien der OPK diskutiert. Dabei ging es beispielsweise um den Rahmen der videogestützten Psychotherapie. So beschloss die Kammerversammlung, dass mindestens ein persönlicher Kontakt bei der Eingangsdiagnostik und Indikationsstellung durch die behandelnde Person notwendig ist. Als wichtig wurde auch erachtet, dass die Behandlung „aus einer Hand“ erfolgt und die/der behandelnde PsychotherapeutIn für ihre/seine PatientInnen vor Ort erreichbar bleibt.
Einer weiteren Anpassung der Berufsordnung OPK galt dem Einsichtsrecht. Sie basiert auf einem Urteil des Europäischen Gerichtshofes und der Neufassung von § 630 g BGB. Danach ist die erste Kopie der Behandlungsakte der/des betreffenden PatientIn kostenfrei zur Verfügung zu stellen.
Die beschlossenen Änderungen zur Berufsordnung werden nach Genehmigung durch die Aufsichtsbehörde auf der OPK-Website nachzulesen sein.
Als nächstes gastiert die Kammerversammlung am 09./10.04.2027 in Jena. Rund sechs Monate später ist am 01./02.10.2027 die sächsische Landeshauptstadt Dresden Austragungsort der 43. Sitzung.