Existenzsicherung statt Reformstau: Demonstration angehender PsychotherapeutInnen in Leipzig

TeilnehmerInnen fordern am 29. Mai eine verbindliche und ausreichende Finanzierung der Weiterbildung.

BerufspolitikWeiterbildung

Foto: OPK

“Was uns hier zusammenbringt, ist die Sorge um die Zukunft der Psychotherapie”, beginnt Dr. Gregor Peikert, der Präsident der OPK, als einer der Rednerinnen und Redner der Demonstration. “Tausende Studierende haben sich in Deutschland inzwischen auf den Weg zur Approbation gemacht. Es ist skandalös, dass die Bundesregierung Sie, unsere zukünftigen Kolleginnen und Kollegen im Regen stehen lässt.”

Im Bild links: Dr. Gregor Peikert, OPK-Präsident
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Eine Reform ohne Finanzierung gefährdet die Zukunft der Profession. Mit der Reform des Psychotherapiestudiums im Jahr 2019 sollten die prekären Arbeitsbedingungen des alten Systems durch den Übergang zu PsychotherapeutInnen in Weiterbildung (PtW) strukturell und finanziell verbessert werden. Jährlich schließen allein zirka 500 AbsolventInnen das neue Masterstudium im OPK-Gebiet ab, doch die erhoffte Angleichung an die ärztliche Weiterbildung ist bisher ausgeblieben.

Auch eine Versorgungslücke droht sich zu verschärfen: Die Demonstration richtete sich nicht nur gegen die aktuelle Lage der PtW, sondern weist auch auf ein drohendes Versorgungsproblem hin. Der Nachwuchsmangel in der psychotherapeutischen Versorgung wird spätestens ab 2030 spürbar und durch das Ausscheiden vieler TherapeutInnen in den kommenden Jahren drohen erhebliche Lücken. Zudem besteht die Sorge, dass für bereits Approbierte und kommende Studierende der Weg in den Beruf blockiert wird. Zusätzliche Belastungen, wie die Honorarkürzung von 4,5 % im ambulanten Bereich seit April dieses Jahres, verschärfen die Situation zusätzlich. 

Auch die Vizepräsidentin der Bundespsychotherapeutenkammer (BPtK), Cornelia Metge war eigens zur Demonstration der Studierenden nach Leipzig gekommen. Sie ließ es sich nicht nehmen, zu den TeilnehmerInnen zu sprechen. “Man sollte nicht dort anfangen zu sparen, wo die psychotherapeutische Weiterbildung beginnt”, sagte sie. Außerdem forderte sie die Bundesregierung und den Bundestag auf, endlich das Versprechen aus dem Koalitionsvertrag einzulösen und die psychotherapeutische Weiterbildung zu finanzieren.

Cornelia Metge, Vizepräsidentin der BPtK
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Der Demonstrationszug setzte sich danach mit zirka 500 TeilnehmerInnen durch die Stadt in Bewegung und machte lautstark auf das Thema aufmerksam.

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